Man kann nicht immer nur Glück im Leben haben, aber man sollte es genießen, wenn die Sonne gerade scheint. Kein Satz trifft auf das Leben und Schaffen Gecko Kecks mehr zu als dieser, denn auch das Leben des an einem Novembersonntag 1967 geborenen Künstlers hatte seine Höhen und Tiefen. Schon früh war dem kleinen Gecko klar, dass er sein Leben dem Malen, Zeichnen und Gestalten widmen möchte. Der Weg über die Akademien schien vorgezeichnet. Doch nach einem guten Abitur erfolgte die Ernüchterung in Form von Absagen seitens der ausbildenden Instanzen. Gecko Keck fasste den Entschluss, es auf eigene Faust zu versuchen und machte sich schon mit 21 Jahren selbstständig. Doch der Erfolg blieb aus, bis schließlich, nach über einem Jahr, ein kleiner Job beim Motor-Presse-Verlag in Stuttgart winkte: Hunderte von Wohnmobilgrundrissen mussten für ein Reisemobilmagazin mittels schwarzen Klebebands gestaltet werden. Durch zuverlässige Arbeit innerhalb dieser technischen Aufgabe, bekam Gecko Keck die Chance, als Grafiker in einer der Redaktionen anzufangen. Vier Jahre vergingen so zwischen Layout, neu eingeführter Computertechnologie und Redaktionswahnsinn. Keine einfache Situation für einen Jungen, der ausgezogen war, mit seinen Bildern die Welt zu erobern. Gecko suchte sich Nischen, fertigte neben der Arbeit heimlich Modelle und Zeichnungen an und nahm Kontakt mit anderen Firmen auf. Das Glück wollte es, dass er dabei in Ferrero einen Partner fand, welcher seine Kreativität unterstützten. Die Kündigung der Festanstellung mit 26 Jahren war die logische Folge und die Erfolge in der wiedergewonnenen Selbstständigkeit ließen nicht auf sich warten: Ü-Eier, Bücher, Malerei, Seminare und Design bestimmten von diesem Zeitpunkt an das Arbeitsleben Gecko Kecks. Auch privat verlief nicht alles geradlinig. Nach zwei gescheiterten Beziehungen musste Gecko Keck mit 25 Jahren ins Krankenhaus, um sich einer komplizierten Schulteroperation zu unterziehen. Das Leben des passionierten Winter- und Wassersportlers schien in einer Sackgasse. Sowohl beruflich in der noch bestehenden Festanstellung, als auch privat hatte er einen Tiefpunkt erreicht. An diesem Tiefpunkt lernte Gecko Keck seine heutige Frau Leila kennen. Was er noch nicht wusste war, dass an diesem Tag ein mehr als 18 Jahre dauerndes Ringen um das gemeinsame Glück begann. Die religiösen und gesellschaftlichen Zwänge, bis hin zu einer unter Morddrohungen stattfindenden Hochzeit, beeinflussten das Leben Gecko Kecks nachhaltig. Sämtliche Klischees der zwischenkulturellen Problematiken wurden in diesen Jahren Wirklichkeit. Vermummung aus Angst vor dem Entdecktwerden, Magersucht und Verleumdung standen der Beziehung im Weg. Heute hat Gecko Keck mit seiner Frau zwei kleine Töchter – ein viel längerer und härterer Weg, als es manchmal im Rückblick erscheinen mag. Auch eine große gesundheitliche Krise aus dem Jahr 2010 ist überwunden, so dass sich Gecko Keck heute wieder voll seinen kreativen Projekten widmen kann. Ein besonders schöner Aspekt im Leben des Künstlers ist es jedoch auch, dass nach 18 Jahren die familiären Probleme und die Kluft zwischen den Religionen endlich friedlich geschlossen werden konnte.